Plattenburg
Die von vor 1319 stammende Plattenburg, Station auf dem Pilgerweg von Berlin nach Wilsnack, beherbergt heute unter anderem ein Museum, dient als Standesamt und bietet Räume für Seminare und Ausstellungen. Sie gilt als älteste Wasserburg Norddeutschlands.
Das kulturhistorische Zentrum der Gemeinde Plattenburg ist die malerisch in den wald– und wasserreichen Gebiet gelegene Plattenburg, die dem Amtsbereich auch ihren Namen gab. Es handelt sich hierbei um die älteste erhaltene Wasserburg Norddeutschlands, die im Jahre 1319 das erste Mal urkundlich erwähnt wurde. Das Bistum Havelberg kaufte die Plattenburg „mit dem Damme und der Mühle zu Groß Leppin“, so die Urkunde, als Lehn für 600 Silbermark vom Markgrafen Waldemar. Fortan war sie bis 1552 der Sommer– und Lieblingssitz der Bischöfe. Von 1560 bis 1945 bestimmte das Adelsgeschlecht derer von Saldern die Geschicke auf der Burg.
An der idyllischen Lage der Plattenburg hat sich bis heute nicht viel geändert. Mit ihr ist eine der größten Wasserburgen Norddeutschlands erhalten. Für die Förderung und Erhaltung der Plattenburg hat sich 1991 ein gleichnamiger Verein gegründet. Heute ist die Burg ein kulturelles Zentrum der Prignitz, sie dient als Museum. Hier finden kulturhistorische Seminare, Workshops, Ausstellungen, Konzerte und die „Plattenburger Tafelrunde“ statt. Kultureller Höhepunkt ist das jährlich im Juni zum Sommeranfang stattfindende „Mittelalterliche Burgspektakel".
Außerdem bietet die Plattenburg mit ihrem Standesamt im Rittersaal Heiratswilligen die Möglichkeit, an diesem historischen Ort den Bund fürs Leben zu schließen.
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